Auf ein Wort

Grafik: GEP

Ein Engel auf Erden

Von 1983-1991 strahlte RTL die Fernsehserie „Ein Engel auf Erden“ aus. Michael London spielt in der Hauptrolle den verstorbenen Jonathan Smith, der von Gott als Engel zurück auf die Erde geschickt wird, um Menschen zu helfen. Nach dem Zeugnis der Bibel sind Engel keine Verstorbenen, die verwandelt auf die Erde zurückgeschickt werden. Sie sind viel mehr Geschöpfe, die als Diener von Gott erschaffen wurden. Sowohl die ursprüngliche hebräische als auch die spätere griechische Bezeichnung identifizieren sie als Boten Gottes. Als solche tauchen sie immer mal wieder sowohl im Alten als auch im Neuen Testament auf. Im Auftrag Gottes überbringen sie Menschen  Nachrichten von Gott. Wir lesen auch von ihrer Funktion als Schutzengel. So hat Gott „seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen Wegen“, ist in Psalm 91,11 zu lesen. Jesus sprach von Engeln, die auf kleine Kinder aufpassen (Matthäus 18,10). Engel sind also keine mystische Erfindung aus alter Zeit, sondern real. Der Monatsspruch macht uns darauf aufmerksam, dass sie eines Tages vor unserer Tür stehen könnten, um unsere Gastfreundschaft zu testen.

Seit 2015 müssen wir ganz neu über das Thema Gastfreundschaft nachdenken. Plötzlich stehen mehrere hunderttausend Flüchtlinge vor der Tür. Nicht alles Engel. Natürlich sind mit einigen von ihnen auch Probleme ins Land eingereist. Viele Deutsche lehnen sie daher pauschal ab. Auch viele Christen. Der Monatsspruch vom Juni bringt mich ins Nachdenken. Besteht die Gefahr, mit ihnen Engel abzuweisen, die Gott mit einem bestimmten Auftrag zu uns schickt?

Ich denke, es lohnt sich über diesen Aspekt nachzudenken.

Pastor Uwe Lewin

Herrnhuter Losung

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