Manchmal muss Gott uns überlisten

Apostelgeschichte 10,36 –

Gott hat Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle.

Manchmal muss Gott uns überlisten, damit wir zu neuen Einstellungen, Erkenntnissen oder Erfahrungen kommen. Besonders raffiniert muss Gott vorgehen, wenn es um Urteile und Voruteile über andere Menschen geht. Da sind wir am hartnäckigsten. Vor allem bei Menschen, die anders sind. Fremd. Ausländer. Bei Menschen, die einfach ganz anders leben als wir. Oder bei Leuten, die Neues anfangen. Einfach neue Ideen haben und sie gleich umsetzen. Gegen alle Bedenken von denen, die genau wissen, wie schon immer alles war.

Nicht nur ältere Menschen sind oft festgelegt und intolerant. Auch Kinder und Jugendliche sind das. Schnell im Urteil, und verschlossen, wenn es um Offenheit geht für andere und anderes. In der Musik ist das so, und auch beim Essen. Übrigens auch bei der Religion: beim Glauben und unserer Beziehung zu Gott.

In der Apostelgeschichte wird davon erzählt: Petrus, einer der berühmtesten Freunde von Jesus, hatte da auch so seine Probleme. Er wollte eigentlich gar nicht einsehen, dass auch Menschen, die nicht so leben wie er, zu Gott ein inniges Verhältnis finden können. Dass zu dem allmächtigen und barmherzigen Gott, von dem in der jüdischen Bibel erzählt wird auch Menschen beten können, die keine jüdische Vergangenheit und Prägung haben. Menschen, die nicht nach den biblischen Vorschriften aufgewachsen sind, sollten trotzdem an denselben Gott glauben können? Das war unvorstellbar!

Petrus war sich felsenfest sicher, dass das nicht geht. Und Gott hat ihn trotzdem rumgekriegt. Gottes Geist hat ihm zu einer neuen Einsicht verholfen. Gott hat den Fels weich werden lassen wie Butter. Ihm wurde durch eine göttliche Vision und durch die Begegnung mit dem so ganz anderen Menschen klar, dass Gott nicht auf die Abstammung oder Hautfarbe oder sonst was sieht, sondern auf das achtet, was im Herzen des Menschen steckt.

Die Geschichte des Petrus wie auch viele eigene Erfahrungen machen mir Mut, mich nicht nur auf mich selbst, meine Argumente und Argumentationsweisen zu verlassen. Stattdessen will Gott mir im Glauben neue Einsichten schenken. Menschenmöglich ist Umdenken oft nicht mehr, sondern nur noch als Wirken Gottes zu erklären. Und eine der wichtigsten Einsichten ist die, die auch Petrus sehen durfte:

  • Gottes Friedensreich bricht mit Jesus Christus an, der allen Menschen nahe sein will und der der Herr aller Menschen ist.
  • Gottes Friedensreich bricht da an, wo wir nicht zulassen, dass der Lebenswert von den einen höher angesetzt wird als von anderen.
  • Gottes Friedensreich bricht da an, wo Menschen leben als unendlich wertvoll geachtet, getragen, geschützt und geheilt werden.

„Nun begreife ich den Satz erst wirklich, dass Gott kein Ansehen der Person kennt. Denn aus jedem Volk ist Gott jeder von Herzen willkommen, der an ihn glaubt und der tut, was vor ihm gerecht ist. (...) Gott hat Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle.“ (Apg 10,34-36)

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1. Thessalonicher 5,19-21

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