Sie befinden sich auf der Seite Menschen

Wie Menschen Gott erleben

Seitenbild
Heute an Gott glauben? Woher kommt es, dass Menschen seit einigen Jahren wieder verstärkt nach Spiritualität suchen? Wie kommt es zum Glauben an Jesus Christus? Nachfolgend einige Kurzberichte von Menschen, die Gott erlebt haben.
Jahrgang 1953, gelernte Schauspielerin und Dipl. Psychologin.

„Alles ausprobiert“

Als ich 25 Jahre alt war, erlebte ich eine schwere Krise auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens. Als ich aus der Krise langsam wieder auftauchte, machte ich mich auf den Weg, um mich innerlich neu zu orientieren.

Durch liebe Freunde entdeckte ich die ZEN-Meditation. Jahrelang habe ich daraus viel Kraft bezogen, bis ich merkte, dass dieser Weg für mich doch nicht der richtige war. Ich suchte weiter, lernte die Zeremonien des Hinduismus kennen und war tief berührt vom liebevollen Umgang der Menschen miteinander. Aber auch hier war für mich kein Bleiben. Als nächstes faszinierte mich der Sufismus. Die Menschen traten mit großer Herzenswärme füreinander ein und dies machte mich immer wieder sehr betroffen. Aber eine unüberhörbare innere Stimme mahnte mich ständig zur Umkehr. Aber Umkehr wohin?
Wieder stolperte ich in eine massive Lebenskrise und wieder begann ich zu suchen. Ich hatte mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf als Schauspielerin aufgeben müssen und ein Studium aufgenommen. Mein Weg führte mich zu einer Ratgeberin, die seit langem fest im christlichen Glauben lebt. Sie sagte zu mir: „Anna, vertrau doch nicht auf Menschen, die sind alle fehlbar. Du kannst alle Sorgen auf Jesus werfen“ (wer das in der Bibel mal nachlesen will: z.B. 1. Petrus 5,7). Diese Sätze hallten immer und immer wieder in mir nach, bis ich schließlich eines Tages – ich fuhr gerade mit dem Fahrrad durch die Stadt – zu mir selber sagte: „Anna, du hast schon so vieles ausprobiert, du bist schon um die halbe Welt gereist, um den Weg zum inneren Frieden zu finden, jetzt kannst du doch mal versuchen, auf Jesus zu vertrauen.“ Es war für mich eine Art Experiment. Und so hieß mein erstes Gebet immer nur: „Jesus, laß mich an dir andocken, lass mich in dir einen Halt im Leben finden.“ Schnell bemerkte ich, dass tatsächlich etwas Neues in meinem Leben geschah. Ich bekam Kraft, und eine feine innere Freude machte sich breit. Das hatte ich vorher so noch nicht gekannt.
Fünf Jahre sind inzwischen vergangen. Ich habe mich erst kürzlich einer Gemeinde angeschlossen. Seit der Zeit damals sind meine Probleme nicht weniger geworden. Aber mein Leiden am Leiden löst sich mehr und mehr auf, und vor allem bin ich nie mehr allein.



Jahrgang 1961, verheiratet, vier Kinder, Chef der Feuerwehr.

Gott als Wegbegleiter

Obwohl in einer bewußt christlichen Familie aufgewachsen, dauerte es einige Zeit, bis ich mich konkret von Gott angesprochen fühlte. In der Zeit des Erwachsenwerdens war es mir vielmehr wichtig, einen Gegenpol zum damals in der Kirche verbreiteten „Jesus liebt dich -Trend“ zu bilden. Im Kontrast zu meinem älteren Bruder, der sich stark in der Jesus-Leute-Bewegung („Jesus-People“) engagiert hat, war mir mehr an Kriegsspiel-Freizeitgestaltung gelegen.
Es geschah dann im Jahr 1977 während einer Schwedenfreizeit, an der ich gemeinsam mit einem Freund mit gemischten Gefühlen teilnahm. Hier begegnete ich einem Menschen, dem während der Schauerzeit des dritten Reiches unendlich viel Leid zugefügt wurde, und der seinen Peinigern verziehen hat. Besser gesagt, er konnte seinen Peinigern vergeben, weil er erkannte, dass Jesus ihm verziehen und für seine und die Schuld der Welt bezahlt hat. Dieses Lebensbild hat mich tief bewegt und zugleich neugierig gemacht, mehr von Jesus und von Menschen, die ihm nachfolgen zu erfahren.
So las ich von Dietrich Bonhoeffer und wurde von dem Text: „Von guten Mächten wunderbar geborgen ...“ berührt. Immer stärker wurde in mir der Wunsch, Gott mein Leben anzuvertrauen und auf seine Führung zu setzen. Irgendwann, irgendwo, ich weiß es nicht mehr genau, brachen meine Mauern wie die von Jericho ein, und Gott hatte mich, unter Beteiligung etlicher Posaunenbläser, erobert.
Seither haben während der mehr als 20 Jahren Wegstrecke durch die Täler und über die Höhen des Lebens viele Begleiter mit mir Wein und Brot geteilt und noch manches mehr.
Ich freue mich, dass ich aus der Erfahrung des Rückblicks, trotz immer wieder auftretender Orientierungsprobleme und Wahrnehmungsschwierigkeiten, im Vertrauen auf Gott grenzenlos weitergehen kann, weil ich für mich die Freiheit eines Christenmenschen als Geschenk in Anspruch nehmen darf.



Jahrgang 1941, Mutter von 5 Kindern, die gar keine mehr sind. Arbeitet seit einigen Jahren als therapeutische Seelsorgerin.

Bibel wurde mir zum "täglich Brot"

"Nimm dein Schicksal an, es ist der Weg Gottes mit deiner Seele." Dieses Wort von Dostojewsky hatte mir eine liebe Freundin geschickt. Ich hätte "die Wände hochgehen“ können. Diese Aussage in meine Situation hinein?! Ich war sauer und wütend.
Ich saß weit weg von zu Hause in einer Pension, mit einem doppelten Bandscheibenvorfall. Unter Schmerzen schleppte ich mich zu den täglichen Anwendungen im Kurhaus und fühlte mich weit ab von allem Vertrauten, so allein wie noch nie in meinem Leben. Unsere Ehe war am Zerbrechen, unser Haus hatten wir verloren. Das Haus, in dem wir zur Miete wohnten, mussten wir wieder verlassen. Als überzeugte Christin hatte mir bis dahin ein Bibelwort immer wieder geholfen, alle Schwierigkeiten und Verluste in meinem Leben einigermaßen zu verkraften: "Wer Gott liebt, dem dient alles, aber auch wirklich alles zu seinem Heil," (Römer 8, Vers 28). Doch jetzt war ich am Ende. Ich verstand Gott nicht mehr. Das konnte er doch nicht wollen, dass Ehe, Familie und Existenz auseinanderbrachen? Das hätte er doch verhindern können!? Aber genau das passierte!
Mit drei von unseren fünf Kindern musste ich mir eine neue Bleibe suchen, das Leben nun alleine anpacken, mit 50 Jahren eine eigene Existenz schaffen, beruflich noch einmal völlig neu durchstarten.
In der scheinbaren Aussichtslosigkeit meiner Situation, erreichte mich ein Zuspruch. Ich hatte den Eindruck, er kam direkt von Gott zu mir: "Wenn dich auch Menschen verlassen, ich werde dich nicht verlassen!" Auf diese Zusage habe ich mich gestützt. Sie trägt mich bis heute durch.
Stündlich bin ich in dieser Zeit nachts aufgewacht. Worte aus der Bibel wurden mein "täglich´ Brot" zum Weiterleben. Ich habe biblische Zusagen bewußt der inneren Resignation und Enttäuschung entgegengesetzt. Es war ein schmerzhafter Prozeß, der nun begann. Das Vertrauen, dass Gott einen Weg für mich hat, musste ich täglich einüben, und mich von Zukunftssorgen, Bitterkeit, Anklagen und Verzweiflung immer wieder lösen. Mein Herzenswunsch, nämlich, dass mein Mann zurückkehren und wir als Familie wieder zusammenleben würden, erfüllte sich nicht. Aber durch alle Schwierigkeiten hindurch habe ich einen großen „Schatz“ gefunden: tiefe, innige Gemeinschaft mit Gott und inneren Frieden. In der Bibel ist das so ausgedrückt: "Gott wird euch seinen Frieden schenken, den Frieden, der all unser Verstehen, all unsere Vernunft übersteigt, der unsere Herzen im Glauben an Jesus Christus bewahrt" (Philipper 4,7). Meine größte Sicherheit ist nicht materieller Art, sondern das Vertrauen auf Gott. Ich weiß: Gott liebt mich, er sorgt für mich und lässt mich keinen Augenblick allein.

Mittlerweile habe ich in meinem neuen Beruf Freude und Erfüllung gefunden. Im Alter von 55 Jahren bekam ich noch eine Anstellung, in der ich nun anderen Menschen helfen kann, ihren Weg als geliebte Kinder Gottes zu finden. Heute kann ich ohne Aufruhr im Herzen im Rückblick auf meine eigene Geschichte sagen: "Nimm dein Schicksal an, es ist der Weg Gottes mit deiner Seele."

Wegbeschreibung
Wochenzettel
Terminplan
Gruppen
Kontakt
Links
Links
Geschichte
Fotogalerie
Impressum
Suchmaschine
Inhaltsverzeichnis
nach oben
nach oben


© Wolfram Hosche

nach oben
Hintergrundbild
Weil Jesus Christus das Licht der Welt ist,
gibt es für Christen keinen Sonnenuntergang.
(Peter Hahne)
Evangelisch - Freikirchliche
Gemeinde Mühlen-Bielstein
Mühlenfeldstraße 9
51674 Wiehl (Mühlen)
Portal Aktuell Regelmaessig Glaube Gemeinde